Geheimarmeen in Europa

Veröffentlicht: 4. Oktober 2013 in Friedensforschung

Zusammenfassung

Die NATO hat nach dem Zweiten Weltkrieg in allen Ländern Westeuropas geheime Armeen aufgebaut, welche von den angelsächsischen Geheimdiensten CIA und MI6 trainiert wurden und in einigen Ländern scheinbar in schwere Verbrechen verwickelt waren, darunter Mord, Folter, Staatsstreich und Terror.

Die NATO Geheimarmeen, im Fachjargon als «stay-behind» Armeen bezeichnet, sind heute noch weiten Kreisen unbekannt. Es geht dabei um antikommunistische verdeckte Einheiten, welche nach dem Zweiten Weltkrieg von CIA und MI6 aufgebaut wurden und sich darauf vorbereiteten, im Falle einer sowjetischen Invasion von Westeuropa hinter den feindlichen Linien als Guerilla zu kämpfen um die besetzten Länder wieder zu befreien.

Als die italienische Geheimarmee unter dem Namen «Gladio» im Jahre 1990 vom italienischen Premierminister Giulio Andreotti enttarnt wurde, folgte die Entdeckung von ähnlichen bewaffneten Netzwerken in Frankreich, Deutschland, Griechenland, Holland, Belgien, Spanien, Portugal, Norwegen, Luxemburg, Dänemark, Österreich, Finnland, Schweden und der Schweiz. Die wenigen Daten zu den geheimen Armeen, welche heute verschiedenen Parlamentariern, Richtern, Journalisten und Akademikern zugänglich sind, zeigen, dass die Geheimarmeen in einigen Ländern auf die sowjetische Invasion warteten, während sie in anderen Ländern zusammen mit rechtsextremen, bewaffneten Gruppen und Spezialeinheiten des Militärs den inneren politischen Feind bekämpften und in schwere Verbrechen verwickelt waren.
Quelle: http://www.siper.ch/de/frieden/friedens-wissen/dossiers/nato/geheimarmeen.html






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